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Müssen Casino-Gewinne ohne deutsche Lizenz versteuert werden?

In Deutschland sind Glücksspielgewinne für Privatpersonen grundsätzlich steuerfrei – doch es gibt Ausnahmen, und die Steuerpflicht auf der Betreiberseite ist davon getrennt zu betrachten.

Redaktion Casino ohne Lizenz · Aktualisiert Oktober 2026

Unsere Liste, der Reihe nach

Die Casinos stehen in der Reihenfolge, in der wir sie prüfen würden. Prüfen Sie jede Bedingung auf der Casino-Seite, bevor Sie einzahlen.

01Platz

Verde Casino

Paket 1.200 € + 220 FS

18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

    02Platz

    Lucky Hunter

    Paket bis zu 25.000 € + 350 FS

    18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

      03Platz

      Casea

      350 % bis zu 16.000 € + 350 FS

      18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

        04Platz

        Cazeus

        200 % bis zu 500 € + 250 FS

        18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

          05Platz

          DudeSpin

          300 % bis zu 2.000 € + 150 FS

          18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

            06Platz

            LuckyWave

            Paket bis zu 15.000 € + 300 FS

            18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

              07Platz

              AmonBet

              bis zu 3.000 € + 300 FS

              18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

                08Platz

                Slotoro

                2.500 € + 250 FS

                18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

                  09Platz

                  Slotlair

                  bis zu 3.000 € + 450 FS

                  18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

                    10Platz

                    CrownSlots

                    390 % Willkommensbonus + 175 FS

                    18+ · Es gelten die Bonusbedingungen des Casinos.

                      Kurz gesagtGlücksspielgewinne sind für Privatpersonen in Deutschland nach § 22 Nr. 3 EStG und ständiger BFH-Rechtsprechung grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig – unabhängig davon, ob das Casino eine deutsche Lizenz besitzt oder nicht. Die Steuer auf virtuelle Automatenspiele (5 % des Einsatzes) schuldet der Betreiber, nicht der Spieler. Ausnahmen gelten für Berufsspieler und für Zinserträge auf Gewinne.

                      Grundsatz: Glücksspielgewinne sind für Privatpersonen steuerfrei

                      Das deutsche Einkommensteuergesetz (EStG) besteuert Einkünfte aus sieben Einkunftsarten. Glücksspielgewinne fallen bei Privatpersonen in keine dieser Kategorien, weil sie nicht auf einer nachhaltigen Erwerbstätigkeit beruhen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in ständiger Rechtsprechung bestätigt, dass Gewinne aus Glücksspielen – also auch aus Online-Casinos – keine steuerpflichtigen Einkünfte im Sinne des § 2 EStG darstellen.

                      Dieses Prinzip gilt unabhängig davon, ob das Casino eine deutsche Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzt, eine EU-Lizenz (z. B. Malta Gaming Authority) oder eine Offshore-Lizenz (z. B. Curaçao). Die steuerliche Behandlung beim Spieler richtet sich nach deutschem Steuerrecht und nicht nach dem Lizenzstatus des Betreibers.

                      Ein Gewinn von beispielsweise 5.000 € aus einem Online-Slot muss ein Privatperson in Deutschland daher nicht in der Einkommensteuererklärung angeben und nicht versteuern – weder als sonstige Einkünfte nach § 22 EStG noch als Kapitalertrag.

                      Ausnahmen: Wann werden Gewinne doch steuerpflichtig?

                      Die Steuerfreiheit gilt nicht uneingeschränkt. Zwei Konstellationen können dazu führen, dass Gewinne steuerrechtlich relevant werden.

                      Berufsspieler und gewerbliche Tätigkeit: Wer Glücksspiel nicht als Freizeitbeschäftigung, sondern mit der Absicht nachhaltiger Gewinnerzielung und mit erheblichem organisatorischem Aufwand betreibt, kann als Gewerbetreibender eingestuft werden. Der BFH hat in Einzelfällen – vor allem bei Pokerspielern – geprüft, ob eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt (vgl. BFH-Urteil vom 16. September 2015, Az. X R 43/12). Maßgeblich sind dabei Kriterien wie Professionalität, Zeiteinsatz, Systematik und die Frage, ob das Spiel die Haupteinnahmequelle darstellt. Für den typischen Gelegenheitsspieler trifft dies nicht zu.

                      Zinserträge auf Gewinne: Werden Gewinne auf einem Konto angelegt und erwirtschaften Zinsen, sind diese Zinsen als Kapitalerträge nach § 20 EStG steuerpflichtig. Der Gewinn selbst bleibt steuerfrei; nur der daraus erzielte Zinsertrag unterliegt der Abgeltungsteuer (25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag).

                      Sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG: Diese Vorschrift erfasst Einkünfte aus gelegentlichen Leistungen, wenn sie 256 € im Jahr übersteigen. Ob Glücksspielgewinne darunter fallen können, ist in der Literatur diskutiert worden. Der BFH hat jedoch klargestellt, dass typische Glücksspielgewinne keine Gegenleistung für eine Leistung des Spielers darstellen und daher nicht unter § 22 Nr. 3 EStG fallen.

                      KonstellationSteuerlich relevant?Rechtsgrundlage
                      Privatperson, gelegentliches SpielenNein – steuerfrei§ 2 EStG, BFH-Rspr.
                      Berufsspieler mit nachhaltiger GewinnerzielungsabsichtMöglicherweise ja – Einzelfallprüfung§ 15 EStG (Gewerbebetrieb)
                      Zinsen auf angelegte GewinneJa – Kapitalertragsteuer§ 20 EStG
                      Gelegentliche Leistung i. S. d. § 22 Nr. 3 EStGNach BFH-Rspr. nicht auf typische Glücksspielgewinne anwendbar§ 22 Nr. 3 EStG

                      Wer zahlt die Steuer auf Online-Casino-Einsätze? Die Betreiberseite

                      Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland das Rennwett- und Lotteriegesetz (RennwLottG) in geänderter Fassung. Es führt eine Steuer auf virtuelle Automatenspiele und Online-Poker ein: Betreiber schulden 5,3 % der Nettoeinsätze (bei virtuellen Automatenspielen) bzw. 5,3 % des Rake (bei Online-Poker) an den deutschen Fiskus.

                      Diese Steuer trifft den Betreiber, nicht den Spieler. Ein Spieler, der an einem Online-Slot spielt, zahlt diese Steuer nicht direkt. Allerdings kann sie indirekt in die Auszahlungsquoten (RTP) eingepreist sein – das ist jedoch eine kommerzielle Entscheidung des Betreibers, keine gesetzliche Pflicht des Spielers.

                      Die Steuerpflicht des Betreibers gilt nach dem Territorialprinzip für Einsätze, die von Spielern mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland geleistet werden – unabhängig davon, wo der Betreiber seinen Sitz hat oder welche Lizenz er besitzt. Ob und wie ausländische Betreiber ohne deutsche Lizenz dieser Pflicht tatsächlich nachkommen, ist eine Frage der Steuerdurchsetzung gegenüber dem Betreiber, nicht gegenüber dem Spieler.

                      Bankfragen: Was passiert bei hohen Casino-Gewinnen auf dem Konto?

                      Auch wenn Casino-Gewinne für Privatpersonen steuerfrei sind, können hohe Eingänge auf dem Girokonto Fragen auslösen – sowohl von der Bank als auch in seltenen Fällen von Behörden.

                      Geldwäscheprävention: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet, ungewöhnliche Transaktionen zu prüfen und gegebenenfalls der Financial Intelligence Unit (FIU) zu melden. Ein einzelner hoher Eingang aus einem Online-Casino kann als erklärungsbedürftig eingestuft werden. Die Bank kann in diesem Fall nach der Herkunft der Mittel fragen.

                      Nachweismöglichkeiten: Wer regelmäßig in Online-Casinos spielt und größere Beträge auszahlen lässt, sollte Belege aufbewahren: Kontoauszüge des Casino-Kontos, Ein- und Auszahlungshistorie, Transaktionsbestätigungen per E-Mail. Diese Unterlagen dienen nicht der Steuererklärung, sondern der Erklärung gegenüber der Bank oder – in seltenen Fällen – gegenüber Ermittlungsbehörden.

                      Finanzamt und Kontrollmitteilungen: Das Finanzamt erhält keine automatische Meldung über Casino-Gewinne. Wenn jedoch ein Steuerprüfer im Rahmen einer Betriebsprüfung oder Einkommensteuerprüfung auf unerklärte Kontoeingänge stößt, kann er nach deren Herkunft fragen. Wer die Herkunft als steuerfreien Glücksspielgewinn belegen kann, hat in der Regel kein Problem – vorausgesetzt, er kann dies nachvollziehbar dokumentieren.

                      Praktischer Hinweis (kein Rechts- oder Steuerrat): Wer regelmäßig größere Beträge aus Online-Casinos erhält, sollte diese Transaktionen dokumentieren und bei Bedarf einem Steuerberater vorlegen, um die Einordnung als steuerfreier Gewinn zu bestätigen.

                      Zusammenfassung: Was Spieler wissen müssen

                      Die folgende Übersicht fasst die wesentlichen Punkte zusammen. Sie ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

                      FrageAntwort in Kürze
                      Muss ich als Privatperson Casino-Gewinne versteuern?Nein – grundsätzlich steuerfrei nach deutschem EStG und BFH-Rechtsprechung
                      Gilt das auch für Casinos ohne deutsche Lizenz?Ja – der Lizenzstatus des Betreibers ändert nichts an der steuerlichen Behandlung beim Spieler
                      Wer zahlt die 5,3-%-Automatensteuer?Der Betreiber, nicht der Spieler
                      Können Gewinne doch steuerpflichtig werden?Bei Berufsspielern (Einzelfall) oder wenn Gewinne Zinserträge erwirtschaften
                      Kann die Bank nach Gewinnen fragen?Ja – bei ungewöhnlichen Eingängen im Rahmen der Geldwäscheprüfung
                      Was sollte ich aufbewahren?Ein- und Auszahlungshistorie, Transaktionsbestätigungen des Casinos

                      Fragen und Antworten

                      Muss ich Gewinne aus einem Casino ohne deutsche Lizenz versteuern?

                      Nein, in der Regel nicht. Glücksspielgewinne sind für Privatpersonen in Deutschland einkommensteuerfrei – unabhängig davon, ob das Casino eine deutsche Lizenz besitzt. Ausnahmen gelten für Berufsspieler und für Zinserträge, die auf angelegte Gewinne anfallen.

                      Wer zahlt Steuern auf Online-Casino-Einsätze in Deutschland?

                      Die Steuer auf virtuelle Automatenspiele (5,3 % der Nettoeinsätze nach RennwLottG) schuldet der Betreiber, nicht der Spieler. Spieler zahlen diese Steuer nicht direkt, auch wenn sie indirekt in die Spielbedingungen eingepreist sein kann.

                      Kann die Bank nach der Herkunft hoher Casino-Gewinne fragen?

                      Ja. Banken sind nach dem Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet, ungewöhnliche Kontoeingänge zu prüfen. Wer hohe Auszahlungen aus Online-Casinos erhält, sollte Transaktionsbelege aufbewahren, um die Herkunft der Mittel erklären zu können.

                      Muss ich Casino-Gewinne in der Steuererklärung angeben?

                      Für Privatpersonen besteht keine gesetzliche Pflicht, steuerfreie Glücksspielgewinne in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Zinserträge auf angelegte Gewinne sind jedoch als Kapitalerträge zu erklären.

                      Was gilt, wenn ich sehr häufig und mit hohen Einsätzen spiele?

                      Bei sehr intensivem, systematischem Spiel mit Gewinnerzielungsabsicht kann das Finanzamt im Einzelfall prüfen, ob eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt. Das ist bei Gelegenheitsspielern nicht der Fall, kann aber bei Berufsspielern relevant werden. Im Zweifel empfiehlt sich eine Beratung durch einen Steuerberater.

                      Verantwortungsvoll spielen

                      Glücksspiel soll Unterhaltung bleiben. Legen Sie vorab ein Einzahlungslimit fest, machen Sie Pausen und jagen Sie Verlusten nie hinterher.

                      Hilfe: Check dein Spiel